Umlackierung meiner Yamaha Gitarre
Thursday, den 21. August 2008Da mich in letzter Zeit Basteleien an Gitarren ziemlich interessiert haben, bekam ich Lust auch mal selbst etwas zu probieren. Da dachte ich, ich könnte eigentlich meine Yamaha Gitarre umlackieren, da diese sowieso nicht soo viel wert ist, und eher selten gespielt wird. Die Gitarre war davor mattschwarz, eine zwar schöne, aber doch eher langweilige Farbe. Ich wollte die Gitarre dann im Van Halen Stil, ähnlich einer Charvel VH-1 lackieren, also schwarze Streifen auf weißem Hintergrund. Hier noch ein Bild von der Gitarre vor der Lackierung:

Dann fuhr ich erstmal zum Obi, um Lacke und sonstige Sachen zu kaufen. Ich kaufte weißen Universal Lack der Marke AutoK für knapp 10€ und 2-Schicht Klarlack der selben Marke, ebenfalls für etwa 10€. Dann noch Schleifpapier, um den Gitarrenkorpus anzurauhen und Klebeband, um die Striche abzukleben, welche schwarz bleiben sollten. Insgesamt habe ich also weniger als 25€ für die gesamte Lackierung gezahlt.
Dann ging es erstmal damit los, die Gitarre auseinander zu bauen. Erstmal die Saiten runter, den Hals abgeschraubt, Tremolo, die Pins für den Gitarrengurt und andere Kleinigkeiten ausgebaut. Um die PickUps, die Input Buchse und die Potis ausbauen zu können, musst ich die Dräte im Inneren der Gitarre auseinander löten. Um später zu wissen, was wieder wo hin gelötet werden musst, habe ich mir alle Drähte aufgeschrieben, die abgelötet wurden.
Danach sah die Gitarre so aus:

Da ich noch keine Erfahrungen mit dem Lackieren hatte, habe ich ersteinmal ein kleines Testholzstück weiß lackiert. Danach die Kopfplatte. Die wurde angerauht, dann mit der ersten Schicht weißem Lack besprüht. Nach drei Schichten (jede Schicht muss 12 Stunden aushärten) war der Lack komplett deckend, und der Klarlack konnte drauf. Hier habe ich vier Schichten draufgesprüht.

Dann ging’s an den Korpus. Erstmal wurde der gesamte Korpus mit Schleifpapier angerauht, danach das Muster abgeklebt. Als ich den schwarzen Korpus mit den abgeklebten Streifen sah, war ich ziemlich skeptisch, ob das später gut aussehen würde. Dann gings ans Sprühen. Nach etwa vier Schichten war auch der ganze Korpus weiß. Das Sprayen war garnicht so schwer wie ich mir immer gedacht hatte. Im Internet las ich sehr viel, wie schnell man seine Gitarre damit versauen kann, der Lack könne abblättern, es könnten sogenannte “Nasen” enstehen - das alles ist mir nicht passiert.

Danach kam ein spannender Moment: Die Klebestreifen wurden abgezogen - und das Ergebnis war für mich sehr zufriedenstellend: Das Muster war besser rausgekommen als ich mir erhofft hatte. Dann kamen noch drei Schichten Klarlack drüber. Als dann alles fertig lackiert war, ging es ans Zusammenbauen. Das war auch keine große Hürde, selbst das Zusammenlöten war easy. Dann neue Saiten aufgezogen und an den Verstärker angeschlossen - die PickUps funktionierten auch wieder, alles perfekt. Zwar sind manche Stellen nicht perfekt lackiert, und der weiße Lack ist ein klein wenig in den schwarzen verlaufen, aber das ist halb so wild. Macht die Gitarre nur noch persönlicher und individueller
So und hier das Endergebnis:

